Blogs vs. Facebook – König oder Bauer

Das Bild zeigt den Ausschnitt einer Tastatur, bei der die Buchstaben BLOG hervorgehoben sind.Werden Blogs irgendwann aussterben, weil alle auf Facebook sind?
Was für eine Frage die Martin in seiner Blogparade (Bringt Bloggen überhaupt noch was?) in den Raum wirft.
(Was ist eine Blogparade?)

Doch was sind Blogs eigentlich?


Blogs sind Webseiten 

Ein Blog ist im Grunde genommen eine Webseite – Facebook ist im Prinzip nichts anderes, nur eben eine verdammt große Webseite. Wenn man einen eigenen Blog betreibt, hat man sich dafür entschieden eine eigene Webseite zu betreiben, wenn man das nicht wollte oder will, gibt es unzählige Möglichkeiten sich auf anderen Webseiten auszudrücken – auf Autorenportalen, auf Wikipedia, mit Gastartikeln oder eben auch auf Facebook.

Doch Blogs werden deshalb nicht gleich aussterben! 

Es wird immer jemanden geben, der gegen den Strom schwimmt – ich will damit nicht sagen, dass alle Blogger gegen den Strom schwimmen, aber sollten tatsächlich irgendwann alle Blogger zu Facebook & Co. wechseln – wird es jemanden geben, der genau aus diesem Grund einen Blog eröffnet.


Blog – wo du König bist! 

Das ganze Internet ist ständig im Wandel, es sprießen soziale Netzwerke aus dem Boden und sie verschwinden auch wieder. Zwar denke ich nicht, dass Facebook wieder verschwinden wird – zumindest nicht so schnell – dennoch verändert es sich. Ständig werden Neuerungen bekannt gegeben, die einen freuen sich über die neue Timeline, die anderen würden am liebsten das alte Design behalten.

Als Betreiber einer eigenen Webseite hast du die Zügel in der Hand! 

Du entscheidest, ob und wie dein Blog aussehen soll – du gibst die Richtung vor, du bist ein Stück weit unabhängiger. Du entscheidest, wann und wo Dinge auf deinem Blog veröffentlicht werden. Diese Unabhängigkeit bezahlst du allerdings auch mit arbeitet. Du hast die Zügel in der Hand und musst dich auch um all diese Dinge kümmern. Das ist sicherlich aufwendiger als einfach etwas auf Facebook zu posten – aber es lohnt sich!
Der Fall Domian (gelöschte Facebook-Posts) hat gezeigt, dass dein Facebook-Profil sich eben auf der Webseite von Facebook befindet und Facebook damit die Zügel in der Hand hält.


Du bist ein Blogger! 

Ein Blog ist ein Onlinetagebuch. Wenn du regelmäßig auf Facebook deine Meinung postest – bist du also schon ein „Faceblogger“ (Facebook-Blogger). Willst du den Schritt wagen und deine eigene Blog-Webseite erschaffen?


Fazit 

Eine eigene Blog-Webseite macht dich unabhängiger von Entscheidungen anderer, bedeutet aber auch mehr Arbeit. Letzten Endes muss sich jeder selbst die Frage stellen, wo er bloggen möchte.


Zwei Fragen drängen sich mir noch auf: 

  1. Gibt es schon professionell geführte „Faceblogs“ (Facebook-Blogs)? 
  2. Gibt es Blogger, die ihre Blog-Webseite gegen einen „Faceblog“ (Facebook-Blog) getauscht haben?

Kommentare:

  1. Hallo!

    Danke für deine Teilnahme!

    Ja es geht doch nichts über einen eigenen Blog. Deshalb blogge ich selbst ja auch ;)

    Liebe Grüße
    Martin

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  2. Drin Post liest sie wie eine Werbeanzeige, aber eine Antwort oder Begründung kann ich leider nicht so ganz entdecken.

    Zu 1: Ja, so einige Unternehmen machen das mittlerweile. Besipielsweise Cessna postet Userfotos, eigene Bilder und Artikel, Videos und auch öfters Umfragen. Meinen Blog möchte ich jedoch nicht den eingeschränkten Möglichkeiten und der Zuckerbergzensur unterwerfen, deswegen ist FB für mich eine reine Werbeplattform für meinen Blog.

    Zu 2: Ich kenne keinen, wohl aber so einige Blogger, die auf FB aktiv sind, um auf Ihre Blog-Posts neugierig zu machen.

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    1. Liest sich wie eine Werbeanzeige - ist dann wohl eher nicht das Gelbe vom Ei ...
      Eine richtige Antwort gebe ich tatsächlich nicht. Ich finde jeder hat andere Vorstellungen davon, wann sich etwas lohnt und deswegen sollte auch jeder die Frage für sich selbst beantworten.
      Aber natürlich blogge ich auch, weil ich davon überzeugt bin ...

      Zu 1: Stimmt, bei Facebook sind einige Unternehmen aktiv.

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  3. Hallo,
    einen netten Artikel hast du hier verfasst und ich denke mal, dass es irgendwo da draussen solche Face-Blogger gibt. Ich bin es jedenfalls nicht und habe es nicht vor, einer zu sein. Dabei ist mir mein eigenes Blog am liebsten. Die Gefahren des Facebloggens sind eindeutig und sollte es das Faebook irgendwann mal nicht mehr geben, so verschwinden auch alle Faceblogger-Postings im Nirgendwo. Also da muss man sich wirklich lange überlegen, ob man ein Blog gegen Facebook-Account eintauscht. Den meisten Bloggern würde diese Entscheidung sehr sehr schwer fallen. Ein Blog hat eben Dutzende Vorteile und ist unersetzbar.

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    1. Danke.
      Stimmt - über die Sicherung seiner Facebook Posts sollte man sich auch Gedanken machen - zumindest dann, wenn man längere (gehaltvolle) Texte postet.

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  4. Hi,
    natürlich gibt es irgendwo Faceblogger und auch Blogger, welche wegen Facebook die eigene Webseite oder das eigene Blog aufgegeben haben, aber auf Dauer gesehen lohnt es sich nicht, kein bisschen. Wie du schon richtig erwähntest, man hätte die Zügel nicht in der Hand und das ist auch verständlich. Irgendwann mal könnte ein Social Network aufhören zu existieren und dann sind alle Postings dahin und man steht vor nichts. Bei einem Blog passiert sowas nicht, denn man hat alles in der Datenbank gespeichert und wenn man stets Backups macht, sind die Daten auf immer und ewig erhalten. Nun es ist so, dass wir heutzutage ohne Facebook nicht können, zumindest geht es den meisten so. Gäbe es keine Social Networks, wäre es noch schöner. Dann würde die Blogosphere von heute auf morgen aufleben und das ganze Geschehen würde dann auf den Blogs stattfinden. Derzeit sieht es anders aus und wir verbringen viel Zeit in den Social Networks. Alles in allem lohnt es sich nicht. Und natürlich sollte man das eigene Blog nie aufgeben, es sei denn, man hat keine andere Wahl wegen Familie oder sowas. Wegen Facebook aber keineswegs. Toller Artikel!

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