Das Haus brennt – was soll ich mitnehmen?

Das Bild zeigt ein Haus, das sich hinter Bäumen und Büschen zu verstecken scheint.Neulich hat mir ein Freund erzählt, dass er in seiner Tasche immer alles dabei hat, was er wirklich braucht.

Ich war erst verdutzt und verstand nicht, was er mir damit sagen wollte. Vor allem konnte ich mir nicht vorstellen, dass das alles in seiner kleinen Umhängetasche Platz finden würde.

Doch schnell wurde mir alles klar.


Die gepackte Tasche

Er meinte, falls es bei ihm brennen sollte oder er das Land verlassen müsste, hätte er alles Notwendige dabei. Dinge, die ihm wichtig sind und an die man nur schwer wieder rankommt – alles andere kann man schließlich ersetzen – einfach neu kaufen. Die Tasche ist immer fertig gepackt, er muss sie dann nur noch schnappen – und auf geht’s.

Die Tasche ist nicht mal annähernd so groß wie ein Seesack, sondern entspricht eher einer Laptop-Tasche. Daher war mir rätselhaft, wie alle seine wichtigen Sachen in der Tasche einen Platz finden sollten.

Der USB-Stick

Doch für dieses Problemchen hatte er eine elegante und zugleich genial einfache Lösung. Er hat die Sachen auf einem USB-Stick gespeichert. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass auf einen 16 GB USB-Stick verdammt viele Bilder passen und man kann auch noch alles Mögliche andere Zeug darauf abspeichern.

Fand ich das Ganze am Anfang noch recht verrückt, so hat mir die Idee am Ende doch gut gefallen. So gut, dass ich demnächst alle meine Bilder auf einem USB-Stick sichern werde, man weiß schließlich nie, was passiert.

Die Webseite: The Burning House

Jetzt kommt aber erst das Kuriose an der Geschichte. Kurz darauf, ich bin gerade nichts ahnend im Internet unterwegs, als ich plötzlich auf folgende Webseite stoße: the-burning-house.com.

Jetzt bin ich total verblüfft!

Das Konzept von The Burning House

Auf der Seite geht es darum ein Bild zu veröffentlichen, mit dem was man auf die Schnelle mitnehmen würde, wenn das eigene Haus brennt.

Laut „The Burning House“, handelt es sich dabei um einen Konflikt, zwischen
praktischen, wertvollen und sentimentalen Sachen – sentimentale Dinge sind solche, mit denen wir Erinnerungen und Gefühle verbinden.

Was für Sachen man auswählt, hängt von den eigenen Interessen, Prioritäten und der eigenen Geschichte ab. Daher verrät die Auswahl eine Menge über uns.
Das Ganze ist ein „Eine-Frage-Interview“ und ein sehr persönliches noch dazu.

Wie kann ich bei The Burning House mitmachen?

Um selbst bei „The Burning House“ mitzumachen muss man lediglich Folgendes angeben und an den Seitenbetreiber mailen – dieser veröffentlicht es dann auf „The Burning House“:
  • Name
  • Alter
  • Standort (wo man herkommt: Stadt, Land))
  • Beruf
  • Webseite (falls man ein hat)

Die Liste von Sachen, die man mitnehmen würde, wenn das Haus brennt.
Ein Bild von den Sachen, auf dem die Sachen schön drapiert sind.

Aufzählung oder Beschreibung?

Bei der Liste von Sachen bleibt es einem selbst überlassen, ob man einfach nur die Sachen aufzählt oder auch eine kleine Erläuterung dazu abgibt. Ich persönlich finde die Einträge mit Erläuterung besser, es ist doch immer sehr interessant, warum jemand etwas Bestimmtes mitnehmen würde.

Buch und E-Book



„The Burning House“ gibt es mittlerweile auch als Buch*E-Book* und bei iTunes*.


Fazit

Die Seite ist auf Englisch und auf jeden Fall einen Besuch wert! Aber man sollte aufpassen, ein kurzer Besuch wird gerne mal zu einem langen Besuch und „The Burning House“ zu einem Zeitfresser par excellence.

Kommentare:

  1. Das wichtigste was da drin sein sollte ist deine Geburtsurkunde. Wenn die weg ist...nicht so einfach eine neue zu bekommen.

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  2. Seit Douglas Adams wissen wir doch, daß das Wichtigste ist, immer ein Handtuch, Erdnüsse und Bier dabeizuhaben.
    Die Idee mit dem USB-Stick ist so naheliegend, daß man erst mal draufkommen muß.

    Bei Burninghouse kann man wirklich Stunden verbringen. Interessant, wo manche Leute ihre Prioritäten setzen ;)

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