Burnout - wohl kaum bei Google in Hamburg

Laut aktuellen Meldungen ist die Zahl der Fehltage wegen psychischer Erkrankungen in den letzten Jahren enorm angestiegen. Dies berichtet unter anderem die Frankfurter Rundschau und beruft sich dabei auf eine Anfrage der Bundestagsfraktion der Linkspartei und die diesbezügliche Antwort des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS).

Allerdings sehr Schade, ich konnte die Antwort des Ministeriums weder auf der Internetseite des BMAS, noch auf der Seite der Linkspartei finden.

Demgegenüber steht Google mit der neu designten Google-Zentrale in Hamburg.


Bild.de wirft mit dem Artikel: „Das abgefahrenste Büro Deutschlands“ einen Blick hinter die Kulissen der Google Deutschland Zentrale in Hamburg.
Es ist wirklich unglaublich, Google ist einer der beliebtesten Arbeitgeber - jetzt weiß ich auch warum. Das kommt nicht von ungefähr, sondern liegt an einem unglaublichen Konzept.

Die folgenden Punkte bilden für mich die Pfeiler eines solchen Konzepts:

  • Design
Jede Etage, der Google Zentrale, stellt eine eigene kleine Welt dar. So ist beispielsweise eine komplette Etage der Hamburger U-Bahn-Station Jungfernstieg nachempfunden. Es gibt zahlreiche Konferenzräume, auch die sind nicht nur normale Besprechungsräume, sondern beispielsweise einer Flugzeugkabine oder Booten nachempfunden.
So erinnert das Bild auf der Google-Jobs-Seite auch mehr an einen Spielplatz für groß gewordene Kinder, als an harte Arbeit.

  • Spaß bei der Arbeit
Es gibt eine Mini-Minigolfanlage und ein Google eigenes Fitnessstudio. Auf jeder Etage gibt es ein kleines Bistro, natürlich auch immer unterschiedlich designt. Da stell ich mir eigentlich nur die Frage - will da überhaupt jemand Feierabend machen?

  • Rundum sorglos
Frühstück, ein drei Gänge Mittagsmenü und Snacks für zwischendurch, alles ist bei Google kostenlos. Google Pressesprecher Stefan Keuchel spricht von den Google 7, da neue Mitarbeiter in den ersten Monaten im Schnitt sieben Pfund zunehmen. Fragt sich nur, wie ist er an diese Information gekommen - naja wahrscheinlich über den Google Fitnesstrainer. Da kann man schon von all inclusive (Job) sprechen.

  • Flexibilität
Es gibt keine festen Arbeitszeiten und zudem kann jeder frei entscheiden, ob er im Großraumbüro, einem Konferenzraum, in einem Bistro oder sonst wo in der Google Zentrale arbeiten möchte.

  • 20 Prozent Projekt
Unglaublich, jeder Mitarbeiter kann 20 Prozent seiner Arbeitszeit damit verbringen eigene Projekte und Interessen zu verfolgen. Also ab ins Google Fitnessstudio oder zum Kickern.

  • TGIF
Wochenende soll Freizeit sein und bleiben, daher wird jeden Freitag bei Google „TGIF“ gefeiert und das weltweit. „TGIF“ steht für „Thank God it’s Friday“ (Gott sei Dank ist es Freitag) – man könnte aber auch meinen es heiße: „Thank Google it’s Friday“. Ab 16 Uhr wird sich in der Google Kantine getroffen und bei einem Feierabend Bier über die Woche geredet. Anschließend wird nach Hause gegangen.



Abschließend finde ich die Worte von Google Pressesprecher Stefan Keuchel einfach passend:
„Man müsste schon verrückt sein, um bei Google zu kündigen ...“.
Fehlt eigentlich nur noch das integrierte Google Hotel, dann bräuchte man fast keinen Feierabend mehr.

Noch mehr Google Büro Bilder gibt es in der Picasa Galerie von „Jobs at Google“.

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